Langfristiger Börsenausblick, Zyklen, März 2017

Und alle Jahre wieder mal mein geliebter Chartvergleich der ganz großen Zyklen. 

Ich persönlich habe den Glauben, dass sich die großen Zyklen immer wieder wiederholen. Niemand kann genau sagen, dass es dieses Mal 20 oder 30 Jahre dauert. Aber in etwa wiederholt sich das Spiel immer wieder.

Die Zyklen überschneiden sich bei mir auch. Die jeweiligen Charts starten beim Ende des letzten Hypes und die Charts beginnen noch in der Korrektur und/oder längeren Seitwärtsphasen. Die Jahre 0-12 könnte man sich hier als Anleger sehr gut sparen.

Danach beginnt ein neuer Aufwärtstrend, der ca. 20-30 Jahre andauert.

Ich verbinde hiermit, dass es in der Wirtschaft immer wieder größere Aufschwünge gibt. Zugleich gibt es bei den großen Euphorien immer neue „Generationen“ an der Börse, die den neuesten Trend mit „dieses Mal ist alles anders“ begründen. Ich gehörte beim Neuen Markt 2000 zu dieser Generation.

Gegen die großen Charts spricht aus meiner Sicht auch nicht, dass wir aktuell noch mit der Schuldenkrise zu kämpfen haben.

Tatsächlich glaube ich vielmehr, dass die Schuldenkrise viele Staaten wieder wettbewerbsfähiger gemacht hat.

Und Krisen gehören zur Wirtschaft dazu.
Nur mal kurz der Überblick der Krisen im Zeitraum 1975 bis 2000 (Quelle Wikipedia).
In diesem Zeitraum hat der S&P sich fast verzwanzigfacht. Und bei jeder Krise hat die Presse den kommenden Weltuntergang (oder mindestens schwere Wirtschaftseinbrüche) vorhergesagt:
Erste Ölkrise (1973)
Zweite Ölkrise (1979/1980)
US-Sparkassenkrise (1981)
Lateinamerikanische Schuldenkrise (1982)
Nordische Bankenkrise (1990er Jahre)
Japankrise (ab 1991)
Pfundkrise (1992)
Tequila-Krise (1994/1995)
Asienkrise (1997/1998)
Russlandkrise (1998/99)

Und zum ersten Zeitraum, grüner Chart 1930-1968: Hier musste die Wirtschaft eine Kleinigkeit wie den zweiten Weltkrieg zu verkraften. Trotzdem sind die Börsen stark gestiegen.

Vom jetzigen Zeitpunkt aus könnten sich die Börsen also in den nächsten 20 Jahren noch um 500-1000 % steigen. Ich schreibe hier also aktuell von einem DAX in Höhe von 50.000-100.000 Punkten.

Das ist natürlich aber schon eine sehr optimistische, aber nicht ganz unrealistische, Einschätzung. 

Man muss dazu auch noch folgendes erwähnen:
- Der Aktionär wird in diesem Zeitraum sehr wahrscheinlich auch mindestens 1-2 starke Einbrüche mitmachen. Hier werden dann viele Börsianer von Bord gehen.
- Die Höchstkurse ganz rechts sind das Ziel und nur eine Momentaufnahme. Am Ende des langfristigen Aufschwünge folgte ein großer Einbruch. Wenn der DAX also bis auf 50.000 steigt, könnte er in den Jahren danach wieder auf 25.000 Punkte fallen um dann wieder 10 Jahre seitwärts zu laufen.

- Ob man den Höchstkurs überhaupt mitnimmt, steht auch in den Sternen. Vielleicht wird man sich auf Grund einer starken Zinswende oder wegen der überdeutlichen Euphorie (jeder ist investiert, alle sprechen immer von Aktien) schon frühzeitig von Aktien zurückziehen. Ein Crash kündigt sich ja nicht mit festem Termin an, auch wenn viele Börsendienste etwas anderes behaupten.


 
Logarithmische Darstellung
 
Lineare Darstellung


Fazit:
Lieber investiert sein und die Krisen durchstehen als gar nicht investiert zu sein!
Kostolany: „Ein Börsenspekulant muss immer in die Ferne schauen und nicht nur bis zu seiner Nasenspitze. Nicht daran denken, ob die Kurse morgen oder übermorgen steigen werden, sondern an das, was alles noch kommen kann und wird in den nächsten Monaten und Jahren.“

Warren Buffett: „Kaufen Sie billig, verkaufen Sie nie!“

Mark Twain: „Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich.“

Kommentare

Beliebte Posts