Adiro Banner

Sonntag, 27. November 2016

EU Sentiment November 2016

Meine Auswertung des EU-Sentiments ist weiterhin noch leicht negativ. Gerade die  Analyse des Sentiments hatte in 2015 ein hervorragende Warnung (bzw. einen guten Ausstiegszeitpunkt) für mittelfristige Anleger gegeben.
Ich persönlich habe darauf leider nicht reagiert, da ich in dieser Hinsicht meinen eigenen Indikatoren nicht 100%ig traue.

Aktuell ist der Indikator immer noch leicht im Minus. Das muss in dieser Phase aber nicht zwingend ein schlechtes Zeichen sein. Eventuell haben wir die größten Kursverluste n den letzten 12 Monaten bereits hinter uns es es geht wieder aufwärts. Den der Indikator war auch den vorherigen Kursverlusten noch rot.

Diese Aussage soll nicht bedeuten, dass wir jetzt zwingend steigende Kurse sehen. Auf Basis dieser Indikatoren ist meine Aussage ganz ehrlich, dass ich es auch nicht weiss. Aber mittelfristige und kurzfristige Trends gehören auch nicht zu meinem Schwerpunkt.






http://daxtrend.blogspot.de/2015/07/eu-sentimente-juni-2015-27-kw.html

DAX Fundamental November 2016

Aktuell habe ich auch die vereinfachte fundamentale Analyse des DAX Kursindex erstellt.
Den Kursindex nehme ich, weil ich diesen Index für den richtigen DAX-Index halte. Hier sehen die Kursgewinne seit 2009 nicht so enorm aus. Aktuell haben wir sogar eine längere Abwärtsphase hinter uns.
Der Kursindex enthält nicht rechnerisch die Dividenden. Bei Aktiencharts und anderen Index-Charts werden Dividenden auch nicht mit hineingerechnet, dass ist vor allem eine DAX-Darstellung.

Bei der fundamentalen Analyse vergleiche ich zwei Werte. Das Eigenkapital aller Werte mit dem DAX und die gesamten Umsätze mit dem DAX. Beide Werte sind vereinfacht dargestellt.

Beim DAX-Kursbuchverhältnis sieht man aktuell, dass der DAX einen Wert von über 1,5 hat. Das ist in der Vergangenheit eine Art Mittelwert. Ein KBV von unter 1,5 halte ich für Kaufkurse. Ein KBV von über 1,5 ist für mich eher eine "Halten"-Phase.



Beim DAX-Umsatzverhältnis vergleiche ich den DAX Kursindex mit den Umsätzen aller Unternehmen (außer Finanzbranche).
Hier ist es ähnlich. Wenn der DAX Kursindex die untere Linie berührt haben wir absolute Kaufkurse. Wenn die Zinsen gleichzeitig niedrig sind heißt es Hirn aus und Kaufen! Aktuell bewegen wir uns eher am oberen Rand.
Auch hier sehe ich den DAX eher in einer Halten-Phase.



Fazit:
Fundamental ist der DAX, wie schon seit Jahren, nicht mehr extrem günstig. Aber er ist auch noch nicht so überbewertet, dass wir zwingend alle Positionen auflösen müssten.
Für den Ausstiegszeitpunkt sind die Zinsanalysen relevanter.

Wer Aktien besitzt, sollte sie also erst noch halten.

Wer keine Aktien besitzt, kann trotz der nicht mehr günstigen Kurse über einen längeren Zeitraum in Tranchen noch einsteigen. Hier besteht zwar aktuell das Risiko, dass die Kurse das größte Plus hinter sich haben. Aber es kann auch sein, dass wir noch eine jahrelange Aufwärtsbewegung vor uns haben.
Und den perfekten Zeitpunkt zum Einsteig wird man nur schwer finden. Da halte ich es immer für besser irgendwann einzusteigen als gar nicht aktiv zu sein.



Vorherige Analyse: http://daxtrend.blogspot.de/2016/05/dax-fundamental-mai-2016.html

Mittwoch, 23. November 2016

News: Aktienkultur in Deutschland


Zwischendurch mal ein interessanter Artikel aus der Wirtschaftswoche zum Thema Aktienkultur in Deutschland.
Der Artikel beschreibt schön, wie die deutschen Anleger ticken.

http://www.wiwo.de/finanzen/boerse/aktienkultur-das-trauma-der-telekom-aktionaere/14854236.html


Leider passt auch so ein Artikel wieder zu den Stupid Germans.

Deutschland ist ein Land der Ingenieure, aber in Sachen Geldanlage leider auch ein Land der Risikovermeider.
Lieber nehmen sie 0,25 % Zinsen in Kauf als ein überschaubares Risiko an der Börse einzugehen.

Aber irgendwann, wenn Aktien lange genug gestiegen sind, dann gehen die Stupid Germans auch wieder zur Bank und eröffnen Depots.

Sie fühlen sich dann sicher,
- weil die Aktienkurse bereits seit vielen Jahren gestiegen sind,
- weil der Bankberater nette Charts und tolle Produkte präsentiert,
- weil Zeitungen und Zeitschriften bunte Berichte über neue Unternehmen und Gewinne mit Aktien veröffentlichen
- und weil die Bekannten bereits (erfolgreich) in Aktien investieren.

Spätestens dann ist es für einen langfristigen Anleger Zeit sich zu überlegen, ob er sich von der Börse verabschiedet.
Denn tatsächlich ist gerade dann das Risiko eines Absturzes sehr groß.

Dienstag, 22. November 2016

Kostolany-Analyse November 2016

Nach einem halben Jahr mal wieder ein aktualisierte Kostolany-Analyse, das Herzstück meiner alten Homepages.

Umsatz-Analyse:
Nach Kostolany sind steigende Umsätze bei steigenden Kursen ein schlechtes Zeichen. Gleichzeitig sind steigende Kurse bei fallenden Kursen ein gutes Zeichen.
Aktuell sehe ich den DAX immer noch in einer langfristigen Aufwärtsbewegung, unterbrochen von einem Zwischenhoch in 2015. Das war für mich aber eher eine kurzfristige Sache.
Da die Umsätze, z.B. verglichen mit 2007/2008, noch sehr gering sind, sehe ich noch keine Übertreibung und damit das Fundament für langfristig deutlich weiter steigende Kurse.




Zinsentwicklung:

Bei historisch niedrigen beziehungsweise nicht vorhandenen Zinsen kann mein Urteil nur pro Aktien sein.


IPO / Neuemissionen:

Laut Kostolany sind viele Neuemissionen ein negatives Zeichen. Neuemissionen entziehen dem Markt die Liquidität und viele Neuemissionen sind ein Zeichen für eine Übertreibung. Neuemissionen sieht man vor allem bei hohen Kursen, da die "Verkäufer" dann die höchsten Gewinne einstreichen können.
Zudem ist es ein schlechtes Zeichen, wenn Neuemissionen nach dem Börsengang hohe Kursgewinne erzielen auch das ist ein Zeichen für eine Euphorie.

Meine Statistik der Neuemissionen laut Finanzen.net zeigt weder eine deutliche Übertreibung an noch haben neue Aktien deutliche Kursgewinne.


Meinen Chart mit internationalen Neuemissionen kann ich aktuell leider nicht fortführen. Kostenlose Quellen werden leider immer wieder gelöscht und verschwinden. Damit verschwindet für mich auch eine seriöse Vergleichbarkeit mit vorherigen Zeiträumen.


 Talk of the Town:

Nach längerer Zeit habe ich mal wieder meine Analyse der Zeitschriften-Auflagen aktualisiert. Hier werte ich frei verfügbare Daten aus dem Internet aus.

Natürlich sind Zeitschriften in Zeiten des Internets nicht mehr die Quelle Nummer 1. Aber ich erwarte bei einer Euphorie auch keine Zeitschriftenauflagen wie in 2000, aber trotzdem einen spürbaren Anstieg. Teilweise werden auch E-Magazine mit ausgewertet.

Bei den Zeitschriften sehen wir aber weiterhin deutlich abnehmende Auflagen. Somit scheinen die Kleinanleger noch nicht wieder aktiv Aktien zu kaufen.


Des weiteren gibt es beim Talk of the Town viele weiche oder gefühlte Faktoren.
Hier meine ich immer noch, dass die Börse noch längst nicht in aller Munde ist. Jedenfalls ist das Thema Aktien in meinem Bekanntenkreis noch längst kein großes Thema.
Und auch bei normalen Zeitungen/Zeitschriften gibt es kaum ausführliche optimistische Berichte über die Aktienanlage.

Zur Erklärung des Talk of the Town:
Wenn alle über die Börse rede, sind wahrscheinlich auch schon fast alle investiert. Und wenn alle investiert sind, kommt kein frisches Geld mehr an die Börse und die Aktienkurse werden irgendwann fallen.


Fazit:

Ich bleibe langfristig weiterhin positiv eingestellt. Natürlich haben wir in den letzten Jahren schon stark steigende Kursen gesehen und in den letzten 2-3 Jahren eine lange Seitwärtsbewegung oder sogar Kursrückgänge mitgemacht.
Aber für mich ist die Börse ein langfristiges Thema. 2-3 Jahre sind eigentlich schon eine zu kurze Anlagedauer, um halbwegs sicher Kursgewinne zu erzielen.
Aktuell kann man schön verfolgen, wie eine Präsidentenwahl in den USA die Kurse weltweit hoch und runter schickt. Langfristig werden diese Ausschläge aber nur marginal sein.

Meine optimistische Einschätzung ist immer noch, dass wir auf lange Sicht in den Jahr 2025-2030 irgendwann die nächste große Euphorie sehen sollten. Und dann erwarte ich z.B. einen DAX jenseits von 20.000 Punkten.

Der Weg dahin kann aber noch steinig sein. Laut Kostolany ist an der Börse 2 + 2 nicht 4 sonder 5 - 1. Man muss auch die Nerven haben, das Minus 1 aushalten.

Sonntag, 20. November 2016

Rentenindikator, November 2016

Mein Rentenindikator habe ich schon länger nicht mehr gepostet, beide Indikatoren sind aktuell aber immer noch positiv beziehungsweise neutral.

An der Börse liegt zwar jetzt schon eine lange Seitwärtsphase hinter uns oder wir befinden uns immer noch in der Seitwärtsphase. Das ist für mich aber kein Grund hektisch zu agieren oder Short-Positionen zu eröffnen.

Insgesamt bleibe ich also investiert und warte ab, ob wir jetzt die zu erwartende Jahresendrally bekommen oder ob die Seitwärtsphase noch andauert.
Einen Crash erwarte ich jedoch aktuell nicht.







Vorherige Analyse: https://daxtrend.blogspot.de/2016/02/rentenindikator-februar-2016.html

Sentiment Analyse AAII, November 2016

Ich habe nach einem halben Jahr mal wieder mein AAII-Sentiment Indikator aktualisiert.
Es handelt sich bei meinen Indikatoren eigentlich nur um eine langfristige Betrachtung der wöchentlichen Analyse.
Auch hier denke ich mal wieder, dass man auf Basis langfristiger Daten besser erkennt wie die Anleger-Gemeinde gerade eingestellt ist.

Aktuell sind die meisten Anleger demnach alles andere als Optimistisch oder Euphorisch, was in der Vergangenheit stets gute Zeitpunkte für eine Aktienanlage waren.





Vorherige Analyse: https://daxtrend.blogspot.de/2016/04/sentiment-analyse-aaii-april-2016.html

Dienstag, 6. September 2016

Langfriste Aussicht und kurze Info zum Blog

Hallo an die verbliebenen Leser des Blogs,

ich habe in den nächsten Monaten (Jahren?!?) ein Problem, welches man bei privaten Blog-Autoren zum Thema Börse häufiger sieht, mir fehlt die Zeit zu ausführlichen Analysen.

Vielleicht wird es im Winter besser, vielleicht melde ich mich aber auch erst in 1-2 Jahren aktiver zurück.


Ich will aber an die Leser dieses Blogs mal wieder meine langfristige Einschätzung kundtun:

Ich halte es für sehr sinnvoll, wenn man aktuell, trotz der bereits deutlich gestiegenen Aktienkurse, ein Aktiendepot aufbaut!
Wer noch keine Aktien hat, sollte aus meiner Sicht in Tranchen (vielleicht verteilt über 12-24 Monate) einsteigen. Wer Aktien hat sollte investiert bleiben.

Voraussetzung für meine Sichtweise ist aber ein Anlagehorizont von mehreren Jahren!

Wer nur für wenige Monate investieren möchte ist aus meiner Sicht an der Börse eh falsch. Auch wenn viele Börsenmedien anderes behaupten. Hier muss man aber nur mal die Interessen dieser Medien durchleuchten:
- Banken, Analysten und sonstige Anbieter: Diese Anbieter verdienen vor allem an aktiven Marktteilnehmern. Von der Depot-Gebühr alleine können sie nicht leben.
- Börsenzeitschriften: Wer kauft eine Zeitschrift, die über Jahre hinweg Long ist? Nein, Zeitschriften müssen kurzfristige Trends kundtun, ansonsten können sie nicht regelmäßig ihre Ausgaben verkaufen.
- Börsenseiten/Börsenhomepages/Börsenapps: Hier findet man noch einmal die Steigerung zu Börsenzeitschriften. Diese Seiten müssen ständig neue News fabrizieren, damit die Nutzer ständig hier vorbeigucken. Ob die Nachrichten dem Nutzer einen Mehrwert bieten wage ich zu bezweifeln. Ich persönlich habe mir abgewöhnt News zu meinen Aktien zu lesen!

Glaubt nicht an die 100 % in wenigen Wochen sondern lieber an einen langfristigen Vermögensaufbau.
Aktien sind Unternehmensbeteiligungen. So sollte man seine Investition auch sehen. Niemand würde sich für 3 Monate oder gar nur wenige Stunden an einem Unternehmen eines bekannten beteiligen.


Warum bin ich Long?
Aktuell sind die Zinsen seit Jahren absolut niedrig.
Dividenden sind höher als die Zinsen, die für vergleichbare Papiere erzielt werden.
Die Sparer suchen so langsam nach Anlagealternativen.
Die letzte große Börseneuphorie war 2000. Alle 20-30 Jahren wiederholt sich das Spiel. Ich kann den nächsten Trend noch nicht nennen, aber wir werden bald wieder einen "Neuen Markt" erleben.


In diesem Sinne wünsche ich allen noch viele steigende Kurse!